Aktuelle Meldungen der FORTUNA, Neuigkeiten aus Marzahn und Hohenschönhausen, aus unseren Wohnquartieren und unseren Projekten und von unseren Partnern und Ihren Angeboten erhalten Sie hier auf einen Blick.
Nachbarschaft
23.02.2026
+++ Straßenreinigungs-Chef Axel Koller: „Derzeitige Winterdienst-Saison fordert Team unserer Straßenreinigung außerordentlich“ +++ „Kompletten Januar und ganze erste Februarwoche nahezu rund um die Uhr im Winterdiensteinsatz“ +++
Nach den zurückliegenden harten Winterwochen hat die Berliner Stadtreinigung (BSR) am heutigen Montag über die Beseitigung von Splitt im öffentlichen Straßenland informiert: Diese erfolgt im Rahmen der regulären Straßenreinigung gemäß der jeweiligen Reinigungsklassen. Die BSR arbeitet bereits mit Hochdruck an der Entfernung des Streusplitts, der angesichts des strengen Winters in dieser Saison besonders umfangreich von Anliegern, privaten Winterdiensten und auch der BSR ausgebracht worden ist. Wer als Anlieger/-in die Splittbeseitigung vor der eigenen Haustür beschleunigen möchte, kann die BSR gerne unterstützen: Auch Streusplitt, den Anlieger selbst auf dem Gehweg zusammengefegt haben, wird von der Straßenreinigung mitgenommen (bitte Splitthäufchen auf befestigten Gehwegbereichen bilden). Alternativ lässt sich zusammengekehrter Splitt auch in geringem Umfang und in einer Tüte verpackt über die Restabfalltonne entsorgen (bitte darauf achten, dass Tonnen für Transport nicht zu schwer werden). Zudem kann Streusplitt in haushaltsüblichen Mengen gebührenfrei bei einem der 14 BSR-Recyclinghöfe abgegeben werden (Umfang von bis zu 30 Litern pro Anlieferung).
Die BSR-Straßenreinigungskräfte waren von Anfang Januar (03.01.) bis zum Ende der ersten Februarwoche (08.02.) nahezu dauerhaft im Winterdiensteinsatz gebunden. Weil winterdienstliche Maßnahmen aus Gründen der Gefahrenabwehr immer Priorität haben, war in diesem Zeitraum die reguläre Straßenreinigung fast vollständig unterbrochen. Seit Anfang der 7. Kalenderwoche (09.02.) sind die Einsatzkräfte – entsprechend der milderen Witterung – wieder verstärkt in die normale Straßenreinigung gewechselt. In der aktuellen Winterdienst-Saison 2025/26 sind bisher (Stand: 19.02.) rund 347.000 Personaleinsatzstunden geleistet worden. In der vorigen Winterdienst-Saison 2024/25 lag der Wert für die gesamte Saison bei rund 126.000 Stunden. Eine Winterdienst-Saison dauert vom 1. November eines Jahres bis einschl. 31. März des Folgejahres.
Axel Koller, Leiter der BSR-Straßenreinigung: „Die derzeitige Winterdienst-Saison fordert das Team unserer Straßenreinigung außerordentlich: So waren wir den kompletten Januar und die ganze erste Februarwoche nahezu im Winterdienst-Dauereinsatz, d.h. rund um die Uhr. Der Dienstbeginn der Frühschicht variierte zwischen 1:00, 3:00, 4:00, 4:30 oder 5:00 Uhr – je nach prognostizierter Wetterlage. Die extreme Wettersituation hat dazu geführt, dass viele Beschäftigte bis zu 14 Tage im Dauereinsatz waren, im Anschluss einen Tag frei hatten, um dann wieder zwei Wochen im Dauereinsatz zu sein. Unsere Beschäftigten sind weiterhin sehr motiviert, jedoch waren Wochenend-Einsätze sowie 10- und ausnahmsweise sogar 12-Stunden-Schichten eine hohe, kräftezehrende und ermüdende Belastung für alle.“
Bei der jetzt stattfindenden Splittbeseitigung handelt es sich um keinen Spezialeinsatz wie z.B. bei der Laubentfernung. Stattdessen erfolgt die Beseitigung von Splitt – und auch von Kleinabfällen – im Rahmen der regulären Straßenreinigung. Diese turnusmäßige Straßenreinigung ist im Straßenreinigungsgesetz sowie in der Verordnung bzgl. Reinigungsverzeichnissen/-klassen geregelt: Die so genannten Straßenreinigungsklassen legen für öffentliche Straßen die Reinigungszuständigkeit und die Reinigungshäufigkeit fest – vor allem abhängig vom Verschmutzungsaufkommen. Die Bandbreite reicht von der höchsten Reinigungsklasse A 1a für besonders stark frequentierte Straßen (BSR reinigt mehrmals pro Tag) bis hin zur niedrigsten Reinigungsklasse A 4 für besonders wenig frequentierte Straßen (BSR reinigt einmal pro Woche). Zudem gibt es die Reinigungsklasse B für Straßen außerhalb geschlossener Ortsteile (hier macht die BSR einmal wöchentlich sauber) sowie die Reinigungsklasse C für nicht ausgebaute Straßen (diese müssen einmal pro Woche von den Anliegern gereinigt werden).
Im Zuge der regulären Straßenreinigungsarbeiten sammeln BSR-Kehrmaschinen sowie unsere Handreiniger/-innen den ausgebrachten Splitt ein, und zwar auf Gehwegen, auf Fußgängerüberwegen, in Haltestellenbereichen sowie auf Plätzen und in Fußgängerzonen. Der Splitt wird somit Bestandteil des Straßenkehrichts, der wiederum an externe Firmen zur Aufbereitung und ggf. Weiterverwertung geht. Einmal ausgebrachter Splitt kann übrigens nicht wieder als Streugut verwendet werden, weil der Splitt durch den erfolgten Gebrauch abgenutzt ist und seine abstumpfende Wirkung gegen Glätte verloren hat.
Die BSR rechnet damit, den Splitt voraussichtlich bis Mitte April beseitigt zu haben. Für die Splittentfernung ist u.a. auch der Einsatz externer Dienstleister sowie von BSR-Freiwilligen außerhalb des Bereichs Straßenreinigung geplant. Im Falle eines neuerlichen Wintereinbruchs müsste die reguläre Straßenreinigung jedoch erneut zugunsten des BSR-Winterdienstes unterbrochen werden, weil dieser aus Verkehrssicherheitsgründen stets Vorrang hat. In einer solchen Wintersituation würden auch wieder neue Splittmengen im öffentlichen Straßenland gestreut.
Der meiste Streusplitt in Berlin wird von Anliegern oder – in deren Auftrag – von privaten Winterdiensten ausgebracht. Denn für den Winterdienst auf Gehwegen sind grundsätzlich die Anlieger/-innen verantwortlich. Die BSR setzt Splitt nur auf Fußgängerüberwegen, in Haltestellenbereichen sowie auf einigen Plätzen und Fußgängerzonen ein. Während der Winterdienst-Saison 2025/26 hat die BSR in ihrem Zuständigkeitsbereich bisher rund 3.930 Tonnen Splitt gestreut (bis einschl. Januar 2026).
Die BSR hatte zudem am Samstag, den 31.01., damit begonnen, an private Anlieger/-innen und Bezirke kostenfrei Streusplitt auszugeben. Die Ausgabe erfolgte – nach Verfügbarkeit – über ausgewählte Betriebshöfe der BSR-Straßenreinigung (nicht über Recyclinghöfe). Bislang hat die BSR auf diese Weise insgesamt rund 575 Tonnen Streusplitt ausgegeben – davon rund 90 Tonnen an private Anlieger/-innen und rund 485 Tonnen an Bezirke (Stand: 19.02.). Aufgrund der milden Wetterlage wurde die Ausgabe von Streusplitt an Anlieger und Bezirke am heutigen Montag (23.02.) beendet.
Weitere Informationen zu den Streumaßnahmen im Rahmen des BSR-Winterdienstes finden Sie in unserer ausführlichen Winterdienst-PM:
https://www.bsr.de/bsr-winterdienst-gut-geruestet-fuer-die-kalte-jahreszeit
Quelle: BSR
Nachbarschaft
23.02.2026
Die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Mitglieder und Mieterinnen und Mieter haben für die FORTUNA Wohnungsunternehmen eG höchste Priorität. Mit einfachen, aber wirkungsvollen Maßnahmen können wir gemeinsam dazu beitragen, unser Wohnumfeld noch sicherer zu machen. Die folgenden „10 goldenen Regeln“ Ihrer Polizei unterstützen Sie dabei, Einbrüche zu verhindern und aufmerksam für verdächtige Situationen zu bleiben.
Quelle: Polizei Berlin
Nachbarschaft
26.01.2026
Die HOWOGE bereitet aktuell das Baufeld für den Wohnungsneubau in der Joachimsthaler Straße vor. Für den Neubau zweier Wohnhäuser wurde im Juni 2025 die Baugenehmigung durch das Bezirksamt Lichtenberg erteilt.
Die notwendigen Baumfällungen und Rückschnittarbeiten finden voraussichtlich statt:
Montag, 26. Januar bis Freitag, 27. Februar 2026
jeweils von 7:00 Uhr bis max. 20:00 Uhr.
Bitte beachten Sie: Anlieferfahrzeuge können vereinzelt etwas früher am Grundstück eintreffen. Trotz aller Bemühungen kann es während der Arbeiten zeitweise zu erhöhtem Lärm kommen.
Für die Durchführung der Arbeiten werden entlang der Joachimsthaler Straße Halteverbotszonen eingerichtet.
Direkt am Grundstück gibt es einen Info-Point (Joachimsthaler Straße, auf Höhe Hausnummer 7). Dort können Sie sich ab sofort über den Wohnungsneubau sowie das aktuelle Konzept der Außenanlagen-Gestaltung informieren.
Ihre FORTUNA
Quelle: Anwohnerinfo (PDF)
Service
15.01.2026
Ein Stromausfall kommt meist unerwartet. Netzbetriebene elektrische Geräte funktionieren nicht mehr, und der gewohnte Alltag steht still. Während kurze Unterbrechungen von wenigen Minuten meist nur lästig sind, kann ein längerer Ausfall oder ein mehrtägiger weiträumiger Blackout – wie vor Kurzem im Südwesten Berlins – zu einer echten Herausforderung werden. Die Devise lautet in allen Fällen: Ruhe bewahren!
– Informationen und Tipps für den Stromausfall –
Der Blick aus dem Fenster (Ist es in anderen Wohnungen auch dunkel? Sind Außen- und Straßenbeleuchtung in Betrieb?), der Blick in den Hausflur und der Kontakt mit Nachbarn liefern Hinweise darauf, ob nur die eigenen Räume betroffen sind oder ob in mehreren Wohnungen oder sogar im gesamten Umfeld der Strom ausgefallen ist.
Ist der Stromausfall nur auf die eigene Wohnung begrenzt, empfiehlt sich zunächst der Check des Sicherungskastens. Für diesen Fall ist es hilfreich, eine Taschenlampe zur Hand zu haben oder die Taschenlampenfunktion des Handys zu nutzen. Es wird dringend angeraten, vor dem Zurücksetzen der Sicherung(en), alle netzbetriebenen Stromverbraucher auszuschalten und dort, wo es möglich ist, die Stecker zu ziehen.
Wenn das Zurücksetzen der Sicherung nicht für Abhilfe sorgt oder die Ursache der Störung nicht offensichtlich erkennbar ist, wenden Sie sich bitte umgehend an die Hotline der FORTUNA (siehe Info-Box 2).
Sind keine Sicherungen herausgesprungen oder zeigt sich, dass mehrere Wohnungen von einem Stromausfall betroffen sind, wenden Sie sich bitte an das 24-h-Störungsmanagement der Stromnetz Berlin und informieren die FORTUNA.
Bei einem übergreifenden Stromausfall (zum Beispiel in einem oder mehreren Gebäuden) wird die FORTUNA versuchen, die Bewohnerinnen und Bewohner schnellstmöglich vor Ort über den Stand der Dinge zu informieren. Bitte beachten Sie auch die Informationen der FORTUNA zum Stromausfall in den Schaukästen/Anschlagsbrettern.
Regionale Radiosender informieren bei Bedarf zur Situation. Diese können über batteriebetriebene Radios, Kurbelradios oder Autoradios empfangen werden. Radiosender sind in der Regel auch dann verfügbar, wenn Mobilnetze und das Internet nicht funktionieren.
In medizinischen Notfällen und bei akuten Gefahren wählen Sie sofort die Notrufnummer von Rettungsdienst (112) oder Polizei (110). Unter der Nummer 112 erreichen Sie sowohl die Notfallrettung als auch die Feuerwehr. Um eine Überlastung der Notrufnummern zu vermeiden, sollten diese nur in einem echten Notfall genutzt werden.
Wenn das Telefon oder die Notrufnummern nicht funktionieren, können Sie – sofern machbar – auch direkt zur Polizei oder ins Krankenhaus gehen. Ferner haben Einsatzkräfte von Notdiensten oder Katastrophenschutz vor Ort, Mitarbeitende der Verkehrsbetriebe und Taxis häufig die Möglichkeit, Hilfe über Funk anzufordern.
Bei einem längeren großflächigen Stromausfall (mit erheblichen Einschränkungen der Kommunikations- oder Versorgungsmöglichkeiten) können in den Berliner Bezirken feste und mobile Katastrophenschutz-Leuchttürme öffnen. Wenn diese Anlaufstellen in Betrieb sind, versorgen sie die Bürger mit Informationen zur Situation und verschiedenen Hilfeleistungen. Bei Bedarf werden dort Notrufe aufgenommen und weitervermittelt. In Info-Box 1 finden Sie die derzeitigen bzw. geplanten Standorte der festen Katastrophenschutz-Leuchttürme in der Nähe Ihrer FORTUNA-Liegenschaft. Informationen über die konkrete Inbetriebnahme der Katastrophenschutz-Leuchttürme können z.B. in den Medien oder vor Ort per Lautsprecherdurchsage bekannt
gegeben werden. Weitere Informationen zu den Katastrophenschutz-Leuchttürmen finden Sie auf www.berlin.de.
Wenn Sie Unterstützung benötigen, können Sie ergänzend auch Ihre Nachbarn oder vor Ort präsente Mitarbeiter der FORTUNA kontaktieren.
Ein größerer Stromausfall ist – neben der fehlenden Stromversorgung in den Wohnungen – mit infrastrukturellen Einschränkungen im Gebäude verbunden. Insbesondere ist mit einem Ausfall der Wasser- und Wärmeversorgung zu rechnen. Auch die Innen- und Außenbeleuchtung der Gebäude sowie die Aufzüge sind nicht mehr in Betrieb.
Solange noch Druck auf den Wasserleitungen ist, können Behältnisse, Waschbecken und Bade-/Duschwannen vorsorglich mit Wasser gefüllt werden. Wenn die Toilettenspülung nicht mehr funktioniert, kann manuell aus dem Wasservorrat nachgespült werden.
Zusätzliche Kleidung, ein weiteres Paar Socken, eine Mütze und Decken wirken dem Wärmeverlust entgegen und bilden ein isolierendes Polster. Bei Kälte ist es zudem sinnvoll, dass die Haushaltsmitglieder sich hauptsächlich in einem Raum der Wohnung aufhalten und die Türen dabei weitestgehend geschlossen halten – dabei allerdings das regelmäßige Stoßlüften nicht vergessen.
Im Bereich der Kühlschränke und Gefriertruhen gilt es sowohl im Sommer als auch im Winter unnötigen Kälteverlust zu vermeiden. Wenn sie nur selten und sehr kurz geöffnet werden, kann die Kälte länger gehalten werden. Abhängig von Füllgrad und Isolierung können geschlossene Kühlschränke die Kälte ein paar Stunden halten.
Um den Akku zu schonen und Netzüberlastungen zu vermeiden, sollten Mobilgeräte wie Handy und Tablet sparsam genutzt werden. Nutzen Sie das Handy nur für wichtige Kommunikation. Das Abschalten von nicht erforderlichen Funktionen wie WLAN oder Bluetooth kann zur Energieersparnis beitragen.
Als Lichtquellen eignen sich in erster Linie batteriebetriebene LED-Leuchten sowie Taschen-, Stirn- und Campinglampen. Kerzen sind wie jedes offene Feuer mit einem erhöhten Brandrisiko verbunden. Wenn Sie dennoch Kerzen verwenden, stellen Sie diese auf feuerfeste Unterlagen und stellen Sie sie nicht in der Nähe brennbarer Materialien auf. Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen.
Verwenden Sie zur Erwärmung oder zum Kochen in geschlossenen Räumen niemals nur für den Außeneinsatz konzipierte Gerät wie zum Beispiel Holzkohlegrills. Die Verbrennung verbraucht Sauerstoff und setzt das unsichtbare, geruchlose und insbesondere hochgiftige Kohlenmonoxid (CO) frei. Dies kann unter anderem zu Kopfschmerzen, Schwindel, Bewusstlosigkeit und im schlimmsten Fall zu einer tödlichen Vergiftung führen.
Auch Camping-Gaskocher und gasbetriebene Heizstrahler sind grundsätzlich nicht für den Innengebrauch geeignet. Nutzen Sie im Wohngebäude nur ausdrücklich für Innenräume zugelassene Geräte. Für die Erwärmung von Speisen in Innenräumen kann beispielsweise auch ein Stövchen mit Teelicht oder ein Fondue-Set mit Brennpaste genutzt werden. Bei offenem Feuer ist generell immer besondere Vorsicht geboten.
Gerade in Krisensituationen sind gegenseitige Unterstützung und gemeinschaftliche Verantwortung besonders angesagt. Teilen Sie Informationen und, wenn möglich, auch Vorräte und Hilfsmittel mit Ihren Nachbarn. Gemeinsam lassen sich Ressourcen besser nutzen und Herausforderungen besser bewältigen. Schauen Sie nach, ob ältere oder besonders schutzbedürftige Nachbarn Hilfe benötigen. Ältere Personen könnten beispielsweise Probleme haben, die Treppen zu nutzen.
Die FORTUNA wird die Bewohnerinnen und Bewohner im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen. Die Kommunikation mit den zuständigen Stellen, die Information der Mieterinnen und Mieter und die erforderlichen Maßnahmen vor Ort werden durch den Krisenstab der FORTUNA ausgeführt. Mitarbeitende der FORTUNA sowie die Quartiermeister sind im Krisenfall vor Ort verstärkt präsent. Die FORTUNA ist bei derartigen Notfällen für ihre Bewohnerinnen und Bewohner rund um die Uhr erreichbar.
Als beste Strategie gilt bekanntlich eine gute Vorsorge. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt einen Vorrat haltbarer Lebensmittel und Trinkwasser, der eine Eigenversorgung für bis zu 10 Tage sicherstellt. Bei Trinkwasser werden 2 Liter pro Person und Tag empfohlen. Besonders geeignet sind länger haltbare Lebensmittel, die nicht gekühlt werden müssen. Denken Sie auch an die Versorgung Ihrer Haustiere.
Im Fall eines längeren Stromausfalls sollten die Ressourcen gut eingeplant werden.
Bevor auf den Notvorrat zugegriffen wird, sollten zunächst verderbliche Lebensmittel verbraucht werden.
Ein ausreichender Vorrat an Batterien sorgt dafür, dass batteriebetriebene Lampen und Geräte im Bedarfsfall verwendet werden können. Testen Sie zudem immer wieder die Funktionsfähigkeit batteriebetriebener Geräte. Geladene Powerbanks ermöglichen das Aufladen von Smartphones und kleinerer Geräte. Prüfen Sie regelmäßig die Ausstattung Ihrer Hausapotheke (persönlich benötigte Medikamente, Schmerzmittel, Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, …). Bald ablaufende Lebensmittel, Medikamente und Batterien sollten rechtzeitig ausgetauscht werden.
Für Personen, die auf stromversorgte medizinische Geräte (zum Beispiel Medikamentenkühlung, Beatmungsgeräte, Sauerstoffkonzentratoren) angewiesen sind, ist es sinnvoll, mit der Ärztin / dem Arzt mögliche Vorsorge- und Notfallmaßnahmen zu besprechen. Wird ein längerer Stromausfall erwartet, sollte gegebenenfalls frühzeitig Kontakt mit Rettungs- und Pflegediensten aufgenommen werden. Halten Sie Notfallausweis und Medikamentenplan griffbereit.
Ohne Strom haben Sie möglicherweise keinen Zugriff auf digital gespeicherte Kontakte. Um hierauf vorbereitet zu sein, sollten Sie eine Liste mit wichtigen Telefonnummern auf Papier vorliegen haben. Zu den wichtigen Nummern gehören auf jeden Fall die von Rettungsdienst, Polizei, Ärzten, Pflegedienst sowie wichtigen Familienangehörigen und Bezugspersonen. Zentrale Notfallnummern sowie die Nummern von Stromnetz Berlin und der FORTUNA finden Sie in Info-Box 2.
Legen Sie sich einen Notfallplan zurecht und besprechen Sie diesen mit allen Haushaltsmitgliedern. Jeder sollte für den Fall des Falles wissen, wo Taschenlampen, Telefonnummern und Notvorräte aufbewahrt werden und wie im Notfall vorzugehen ist. Ein längerer Stromausfall betrifft nicht nur die technische Infrastruktur, sondern auch das soziale Miteinander. Auf Kinder kann die Situation beängstigend wirken. Besprechen Sie die Situation mit ihnen und nehmen Sie sich nach Möglichkeit Zeit für gemeinsame Aktivitäten wie beispielsweise Gesellschaftsspiele oder Geschichten erzählen. Das lenkt ab und stärkt den Zusammenhalt.
Geräte, die bei Rückkehr der Stromversorgung unbemerkt anlaufen, können zu einer Gefahr werden. Wenn z.B. Herd, Backofen, Bügeleisen, Fritteuse, Wasserkocher oder Heizlüfter unbeaufsichtigt wieder anlaufen, besteht Brandgefahr. Am besten ist es, sofort alles nach Bemerken eines Stromausfalls auszuschalten und, sofern möglich, auch die Stecker zu ziehen. So wird zugleich verhindert, dass Geräte im Rahmen der Wiederherstellung der Stromversorgung Schaden nehmen. Beim Wiedereinschalten der Geräte aufmerksam auf Funken, Brandgeruch und Rauchentwicklung achten. Um das Netz nicht zu überlasten, sollten Stromverbraucher nicht alle auf einmal, sondern nach und nach in Betrieb genommen werden. Aus dem gleichen Grund sollten unmittelbar nach Wiederzuschaltung der Stromversorgung keine starken Stromverbraucher wie zum Beispiel Wasserkocher, Heizlüfter, Föhn, Waschmaschinen oder Wäschetrockner genutzt werden.
Die gute Nachricht ist, dass großflächige Stromausfälle in Deutschland glücklicherweise zu den seltenen Ereignissen gehören. Doch zugleich gilt: Wer sich entsprechend vorbereitet, ist im Fall des Falles im Vorteil.
Dieser Beitrag gibt einen ersten Überblick über Themen rund um den Stromausfall.
Bitte informieren Sie sich zum Thema weitergehend über andere Informationsquellen. Weitere Informationen finden Sie zum Beispiel auf der Webseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK): www.bbk.bund.de. Die Broschüre »Stromausfall – Vorsorge und Selbsthilfe« des BKK haben Sie vor Kurzem über Ihren Hausbriefkasten erhalten. Falls nicht mehr zur Hand, finden Sie sie auf der FORTUNA-Webseite.
Quellen:
Broschüre des BBK: Stromausfall – Vorsorge und Selbsthilfe
Broschüre des BBK: Vorsorgen für Krisen und Katastrophen
www.berlin.de: Katastrophenschutz im Land Berlin
Service
09.01.2026
Der neue Ratgeber Vorsorgen für Krisen und Katastrophen fasst Vorbereitungs- und Handlungsempfehlungen für verschiedene Notsituationen zusammen. Checklisten unterstützen Sie bei der Umsetzung.
Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt.
Dennoch erleben wir, dass auch in Deutschland Krisen unsere gewohnten alltäglichen Abläufe stören. Extreme Wetterereignisse nehmen zu.
Durch Cyberattacken, Desinformation oder Sabotage finden Angriffe auf Infrastrukturen, Meinungsbildung und Zusammenhalt statt.
Selbst ein Krieg scheint nicht mehr so ausgeschlossen zu sein wie noch vor einigen Jahren.
Wenn etwas passiert, ist es besser, vorbereitet zu sein.
Checklisten zur Vorsorge für Krisen und Katastrophen (PDF download)
Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
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